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19.03.2018 09:14 Alter: 189 days

Feierliche Einsegnung der Gedenkkannen im Burgerkeller


Am 19. März 2018 haben die Feierlichkeiten für die Einweihung des Zinnkannenprojektes im Burgerkeller stattgefunden. Nach der Hl. Messe zu St. Josef in der Ringackerkapelle begaben sich die Donatoren der Zinnkannen sowie die Ehrengäste zum Rathaus in Leuk-Stadt. Auf dem Rathausplatz wurden die Gäste von einigen Tambouren und des Zuavenregiments begrüsst, Sandro Steiner führte die Gäste als Tafelmajor gekonnt durch den Tag. 

Im Anschluss begab man sich in den Ulrich Ruffiner Saal zum Aperitif. Die Anwesenden konnten währen dieser Zeit den Burgerkeller besichtigen, welcher von Pfarrer Daniel Noti eingeweiht wurde. Während dem gediegenen Mittagessen wurden Ansprachen gehalten. 

Der Burgermeister Adalbert Grand erklärt, dass die Kannen in dieser schnelllebigen Zeit, wo Leistungen schnell vergessen geraten, eine Erinnerung, verbunden mit grosser Dankbarkeit, darstellen sollen. Ebenfalls kann den Besuchern des Burgerkellers so die Leuker Geschichte näher gebracht werden. Anhand von Protokoll- und Taufbüchern werde man versuchen, auch die Ratsmitglieder von 1600 bis 1863 zu ermitteln. Der Burgerrat ist voller Hoffnung, dass die eine oder andere Person eine Kanne für einen seiner Vorfahren stiften wird. 

Eine Burgerschaft muss traditionell gepflegt und auf ihre Wurzeln besonnen, jedoch aber auch zukunftsorientiert sein. Dass es dafür gesunde Finanzen und nach Aussen sichtbare Tätigkeiten braucht, ist selbstverständlich. Wenn Mehreinnahmen generiert werden können, kann man sich auf kulturelle Anlässe und bei der Restaurierung von Kulturgütern weiterhin grosszügig zeigen. 

Dem Burgerrat ist schnell klar geworden, dass das Projekt ohne finanzielle Unterstützung der Familien der verstorbenen Ratsmitglieder und den heute noch lebenden Ratsmitgliedern nicht, realisierbar gewesen wäre. Für die finanzielle Unterstützung spricht Burgermeister Adalbert Grand einen grossen Dank aus.

Gemeindepräsident Martin Lötscher erklärt, als ehemaliger Sportler, seine eigene, spezielle Beziehung zu Kannen. Er selbst durfte solche Kannen für Leistungen und Erfolge entgegennehmen. Dennoch, haben diese Kannen eine ganz andere Bedeutung für Ihn und die ehemaligen Gemeindepräsidenten. Es ist absolut nicht selbstverständlich, dass die Burgerschaft den Leuker Präsidenten in Ihrem Keller einen Platz einräumt. Dies zeigt von grosser Wertschätzung und dafür bedankt er sich. 

Martin Lötscher ist überzeugt, dass man sich in Zukunft in gemütlicher Runde zusammensetzen kann und gemeinsam Lösungen im Interesse der Burgerschaft und der Gemeindeverwaltung findet. Dass man dabei die Kannen mit edlem Burgerwein füllt, versteht sich von selbst.

Staatsrat Roberto Schmidt beginnt seine Ansprache mit einem Rückblick in die Vergangenheit von Leuk. Er erinnert an die grosse Zahl ranghoher Politiker und kirchlichen Würdeträgern, was Leuk sehr bedeutend machte. Die 65 Zinnkannen im Burgerkeller, erinnern auch an einige Leuker Burger im Staatsrat, Nationalrat, sowie am Bundesgericht. Die Zinnkannen sollen die Erinnerung an Leuker Politiker und deren Geschichten wach halten. Besonders lobt Roberto Schmidt, dass die Leuker der Vergangenheit nicht nachgeträumt, sondern durch viele Projekte und Ideen die Zukunft nachhaltig mitgestaltet haben, welche die Burgerschaft Leuk in die Hand genommen und schliesslich umgesetzt hat.

Am Jahrestag seiner Wahl in den Staatsrat bedankt er sich bei allen für die Unterstützung und wird sich nach Kräften bemühen, als erst 7. Leuker Staatsrat, das Leuker Wappen in der Kantonsregierung würdig zu vertreten. Zum Schluss offenbart Roberto Schmidt, dass er sich weiterhin eine gute Zusammenarbeit zwischen Burger- und Munizipalgemeinde wünscht. Ebenso wünscht er sich, dass die Zinnkannen immer wieder ermahnen, dass die Leuker in der Geschichte viel geleistet haben und auch in Zukunft viel Positives bewirken können.

Auch Herbert Dirren, ehemaliger Nationalrat und Ehrenburger von Leuk erläutert in seiner Ansprache gekonnt das Geschehen und Wirken von Leuk von „A-Z“.

Zum Schluss stiftet der Ehrenburger Pfarrer Peter Jossen der Burgerschaft Leuk seine Apostelkanne, welche einen besonderen Platz in der Burgerstube finden wird.