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20.03.2017 07:55 Alter: 150 days

Messfeier zu St. Josef mit Einsegnung der Ringackerkapelle

in Leuk-Stadt


Am Sonntag, 19. März 2017 fand in der Ringackerkapelle die Hl. Messe zu St. Josef statt. Nach Abschluss der Renovationsarbeiten wurde die Kapelle eingesegnet.

 

Die Ringackerkapelle und das Rathaus sind der Stolz eines jeden Leuker Burgers. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die kostbaren Gebäude immer wieder renoviert wurden um diese Monumente der Nachwelt zu erhalten.

 

Der Burgermeister Adalbert Grand streift in seiner Rede kurz die Geschichte auf dem Ringacker:

In den Pestjahren 1629-1630 sind die Opfer der schrecklichen Seuche auf dem Ringacker beerdigt worden. Dieser Gottesacker wurde mit einer Ringmauer umfriedet, die auf der Südseite noch teilweise sichtbar ist. Daher lässt sich der Name „Ringacker“ deuten. Auf dem Kupferstich von Matthäus Merian des Jahres 1654 ist an der nordöstlichen Ecke des Friedhofes eine Kapelle auszumachen.

 

In den Jahren 1690-1694 wurde die Ringackerkapelle erbaut und das vorerwähnte Gotteshäuschen abgerissen. Die Ringackerkapelle steht unter Schutz der Eidgenössischen und Kantonalen Denkmalpflege und ist als National eingestuft.

 

In den letzten 20 Jahrenkonnte die Kapelle unter dem Präsidium von Burgermeister Stefan Eggo in 3 Etappen komplett restauriert werden.

 

Bei der 1. Etappe von 1996-1997 erfolgte die Innenrestaurierung mit Orgelrestauration und der Weihe des neuen Zelebrationsaltars durch unseren damaligen Landesbischof seine Exzellenz Norbert Brunner.

 

Die 2. Etappe, in den Jahren 2002 und 2003, umfasste die Restaurierung der südlich an der Kapelle angebauten Einsiedelei aus dem Jahre 1719 und die Sanierung des Glockenstuhls. In einem Bericht vom August 2002 des damaligen Denkmalpflegers Dr. Renaud Bucher wird anlässlich der 2. Restaurierungsetappe folgendes festgehalten; „an die Südseite der 1690-1694 errichteten, der Immakulata geweihten Ringackarkapelle, die als prächtigster Barockbau des Kantons Wallis gilt, schmiegt sich die idyllische Einsiedelei. Mit der Innenrestaurierung der Kapelle und der Einsiedelei wird die Ringackerkapelle samt angebauter Klause wieder den Stellenwert zukommen, der ihrer Bedeutung gebührt“.

 

Die 3. Etappe, die Realisierung der Fassadenrenovation beschloss der Burgerrat im Herbst 2015. Die Subventionsgesuche an die Kantonale Denkmalpflege für die Subventionen von Bund und Kanton wurden im November 2015 gestellt und die Burgerversammlung vom Weissen Sonntag 2016 stimmte der Renovation und der Kreditausgabe zu. Der Startschuss für die Fassadenrenovation erfolgte am 11. Juli 2016 und die Arbeiten konnten dank grossem Einsatz der Unternehmer und Handwerker fristgerecht bis Mitte November 2016 ausgeführt werden.

 

Insgesamt wurden 2.1 Millionen Franken für die Sanierung der Ringackerkapelle investiert.

Diese grossen Investitionen konnten durch die Burgerschaft Leuk nur dank den Subventionsbeiträgen der Eidgenössischen und Kantonalen Denkmalpflege, einem Beitrag der Gemeinde Leuk an die Fassadenrenovation und den grosszügigen Spenden der Loterie Romande bei jeder einzelnen Etappe getätigt werden. Der Burgermeister bedankt sich bei sämtlichen Instanzen, welche eine Sanierung der Ringackerkapelle möglich gemacht haben.

 

Einen aufrichtigen Dank geht an alt Burgermeister Stefan Eggo und an die Burgerräte die sich in den vergangenen 22 Jahren immer mit viel Engagement für die Restaurierung eingesetzt haben. Der Einsatz für das Kulturdenkmal Ringackerkapelle hat sich gelohnt. Möge sie über Generationen deren Besucher Freude, Trost und Zufriedenheit schenken. 

 

Zum Schluss bedankt sich Burgermeister Adalbert Grand noch bei HH. Vikar Daniel Noti, Diakon Paul André Ambühl und Pfarrer Peter Jossen für die Zelebration der Hl. Messe und beim Kirchenchor St. Stephan für die gesangliche Mitgestaltung des Gottesdienstes.

 

Die Burgerschaft Leuk lädt die Anwesenden im Anschluss an die Messe zum Aperitif im Kinderdorf St. Antonius ein.